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Informationen zum internationalen Arbeitskreis "Sprache, Geschichte, Politik und Kommunikation" (SGPK)

Informationen zum internationalen Arbeitskreis "Sprache, Geschichte, Politik und Kommunikation" (SGPK)

Das Ziel des im Oktober 2016 gegründeten Arbeitskreises SGPK ist es, politische Kommunikation sowohl in ihrer sprachlichen Erscheinung als auch in ihrem historischen Kontext interdisziplinär und/oder transdisziplinär zu erforschen.

Der Arbeitskreis möchte hierzu den wissenschaftlichen Austausch zwischen den unterschiedlichen Einzelsprachwissenschaften und der Politik-, der Geschichts- und der Kommunikationswissenschaft fördern, um kontrastive, kultur- und disziplinenübergreifende Projekte, die insbesondere die Sprache im Untersuchungsfokus haben, zu ermöglichen. Als Grundvoraussetzung solcher Projekte soll im Rahmen dieses neu gegründeten Arbeitskreises der wissenschaftliche Kontakt zwischen Sprach­wissenschaft­ler(inne)n, Historiker(inne)n, Politik‑, Kommunikations- und Medienwissenschaftler(innen) intensiviert werden und somit erfolgversprechende gemeinsame interdisziplinäre und/oder transdisziplinäre Forschungs­interessen benannt sowie eine Forschungszusammenarbeit angestoßen werden.

Dabei möchten die Initiatoren nicht nur Untersuchungsgegenstände seit dem Ersten Weltkrieg, sondern auch die politische Kommunikation aus der Zeit vor 1914 berücksichtigen, die in der Forschung bisher selten Beachtung fand. Sprache – sowohl diachron als auch synchron – und Politik im historischen und medialen bzw. kommunikations­wissenschaftlichen Kontext stehen im thematischen Vordergrund des Arbeitskreises. Zudem sind auf dem Gebiet der sprachwissenschaftlichen Einzelphilologien entstehende Beiträge herzlich willkommen, die innerhalb der sprachwissenschaftlichen Teildisziplinen  interteildisziplinäre Züge zwischen Grammatik, Pragmatik, Sprachgeschichte und Varietätenlinguistik aufweisen.

Ein weiteres Ziel des Arbeitskreises ist die Internationalisierung: Eine Zusammenarbeit mit Wissenschaftler(inne)n aus dem nicht-deutschsprachigen Ausland wird ausdrücklich angestrebt. Deshalb soll zur Einbindung nicht-deutschsprachiger Wissenschaftler(inne)n neben Deutsch auch Englisch als Arbeitssprache bei einzelnen Projekten oder einzelnen Sektionen von Tagungen des Arbeitskreises fungieren. Bei der Zusammenarbeit unter deutschsprachigen Wissenschaftler(inne)n soll Deutsch als Wissenschaftssprache verwendet werden.

Die Initiative zur Gründung dieses Arbeitskreises entstand im Rahmen der „Internationalen Konferenz zur politischen Sprache im Schnittfeld von Pragmatik, Grammatik und Kultur“, die vom 22. Oktober bis zum 23. Oktober 2015 an der Universität Passau von Annamária Fábián, M.A. (Universität Passau/Regensburg), Prof. Dr. Rüdiger Harnisch (Universität Passau) und PD Dr. Igor Trost (Universität Passau) veranstaltet wurde. Informationen zu dieser Konferenz finden Sie unter dem Link

http://www.phil.uni-passau.de/deutsche-sprachwissenschaft/veranstaltungen-und-tagungen/internationale-konferenz-zur-politischen-sprache/

Die auf dieser Konferenz verfolgte Idee einer interdisziplinären Erforschung sprachlicher Erscheinungen im politischen, historischen und kommunikationswissenschaftlichen Kontext ist im Anschluss sukzessive über die ursprünglich vor allem interteildisziplinäre germanistisch-sprachwissenschaftliche Ausrichtung hinausgewachsen, indem die interdisziplinären Bezüge der germanistischen Politolinguistik zu den Sprachwissenschaften der Fremdsprachenphilologien wie der Anglistik, Romanistik und Slavistik sowie zu den Geschichts-, Politik- und Kommunikationswissenschaften stärker in den Vordergrund treten sollen.

Zur Struktur des Arbeitskreises:
Um die Qualität der interdisziplinären Zusammenarbeit zu gewährleisten, soll die Arbeit in und zwischen Sektionen erfolgen, deren Zuschnitt sich an den beteiligten Fachwissenschaften und deren Überschneidungsbereichen orientieren. Der Arbeitskreis bildet ohne Vereinsstruktur eine lose, aber sich an gemeinsame Regeln haltende Vereinigung von Wissenschaftler(inne)n, die auf dem Gebiet der Sprache, Geschichte, Politik und Kommunikation inter- und/oder transdisziplinär arbeiten wollen bzw. an kulturvergleichenden Ansätzen interessiert sind. Auch Sprach­wissen­schaftler(innen), die interteildisziplinär, also auf dem Gebiet von mehreren linguistischen Teildisziplinen wie der Lexikologie, der Pragmatik, aber auch der Grammatik, der Sprachgeschichte, der Varietäten- oder der Kulturlinguistik tätig sind, sind herzlich willkommen.

Aktivitäten:
Jedes dritte Jahr wird eine Konferenz zu einem ausgewählten Thema stattfinden. Außerdem möchten wir eine Publikationsreihe zu den Tagungen sowie eine Zeitschrift begründen. Die erste Konferenz findet 2018 statt.